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Gewerbe Foto: SPD-Adelebsen

8. September 2021: Gewerbegebiet Stöcken

Lesen Sie hier den aktuellen Stand nach der letzten Ratssitzung.

Ursprünglich war geplant, dass die Bauausschussmitglieder die Gemeinde bereisen, um ein Gewerbegebiet zu finden. Dies sollte bereits Anfang 2020 stattfinden, doch dann kam der Lockdown. Daher wurde stattdessen der Landkreis angefragt, wo er sich ein Gewerbegebiet in Adelebsen vorstellen könnte. Es gibt nach seiner Auskunft nur noch zwei Grundstücke, die dafür geeignet sind. Eines ist leider unverkäuflich. Daher bestand faktisch keine Auswahl bei der Suche nach einem geeigneten Gebiet. Es fanden erste Gespräche mit dem Eigentümer statt. Am 03.12.2020 war es dann erstmals Thema im Gemeinderat. Dort sprach man sich grundsätzlich für das Gewerbegebiet aus. In der Gemeinderatssitzung vom 06.05.2021 hat der Rat dann beschlossen, die erforderlichen Gelder im Haushalt 2022 zur Verfügung zu stellen. Die möglichen Verkaufsbedingungen wurden sodann mit dem Eigentümer ausgehandelt und am 02.09.2021 vom Gemeinderat auch so beschlossen. Damit ist nun sichergestellt, dass dieses Grundstück auch für eine mögliche Planung zur Verfügung steht.

In der Vergangenheit sind mehrfach Planungen begonnen worden, ohne einen Zugriff auf das Grundstück zu haben. Beispielsweise ist der B-Plan für das Wohngebiet Eberhausen älter als 20 Jahre. Der Eigentümer war aber erst jetzt (2021!) bereit, dass Grundstück zu veräußern. Daher muss die alte Planung den aktuellen Bestimmungen angepasst und überarbeitet werden. Alsbald kann dort – mit 20-jähriger Verzögerung – Bauland entstehen. Leider gibt es auch noch weitere solcher Beispiele.

Aus dieser Erfahrung heraus, hat sich die SPD-Fraktion dafür eingesetzt, zunächst das Grundstück zu sichern. Die Opposition hingegen ist der Meinung, weiterhin die bisherige Praxis zu befolgen. So kann aus der Ratssitzung berichtet werden, dass grundsätzlich alle Ratsmitglieder für dieses Projekt sind. Die Opposition möchte jedoch erst eine fertige Planung vorliegen haben, bevor über den Grundstückskauf verhandelt wird. Dies ist jedoch nach Ansicht der SPD-Fraktion ineffizient, wie es sich bereits mehrfach in der Vergangenheit gezeigt hat. Eine derartige Planung kostet mindestens 20.000 Euro. Dieses Geld würde nach Ansicht der Opposition ausgegeben werden, um dann hinterher festzustellen, dass das Grundstück evtl. nicht verkäuflich ist. Daher sieht die SPD-Fraktion hier die Gefahr der Steuerverschwendung.

Folgerichtig wurden nun die Rahmenbedingungen für einen möglichen Grundstückskauf ausgehandelt. Das Grundstück steht also zur Verfügung. Im nächsten Schritt muss nun die Planung beauftragt werden, damit geklärt werden kann, ob das Vorhaben realisierbar ist. Sollte dies der Fall sein, kann die Gemeinde das Grundstück kaufen. Somit werden unnötige Ausgaben für eine möglicherweise nie umzusetzende Planung vermieden. Eine Planung ohne Grundstück macht in den Augen der SPD-Fraktion keinen Sinn. Nun kann endlich – nach mittlerweile drei Ratssitzungen – mit der Planung begonnen werden, aber mit der Gewissheit, dass das beplante Grundstück auch tatsächlich zum Verkauf steht. Denn nur wenn der Eigentümer das Grundstück auch veräußern möchte, kann die Planung später auch umgesetzt werden.

Halten wir also fest, dass die Fraktionen im Rat das gleiche wollen, nur der Weg ist ein anderer. Die SPD-Fraktion ist der Meinung, dass der nun beschrittene Weg der deutlich bessere und vor allem preiswertere ist.

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